Die Kolonie "Abendfrieden"

Zwischen Umgehungsstraße und dem Windebyer Noor oder unterhalb des Diedrichsenstiftes (Waldorfschule) liegt die Anlage Abendfrieden. In der heutigen Zeit eine solch idyllische Anlage zu finden, wird sehr schwer sein, denn hier gibt es noch Natur pur.

Im  Jahre 1951 wurde noch durch die Bäuerin Amanda Sievers in diesem Bereich Landwirt- schaft betrieben. Nachdem der Pachtvertrag Ewers/Ottesche Stiftung abgelaufen war, hat die Stadt Eckernförde bei der Otteschen Stiftung, die durch den Oberst W. E. O. Lawaetz in Kopenhagen vertreten war, um Überlassung zwecks Dauerkleingartenanlage gebeten. Daraufhin wurde am 01.11.1952 der Pachtvertrag zwischen der Stadt Eckernförde und dem Kleingartenverein geschlossen. Der damalige Vorsitzende Clausen übergab dann das Land an die Kleingärtner.

Die 2,75 ha wurden in 51 Parzellen auf- geteilt. Obmann der ersten Stunde wurde Gartenfreund Braase, es folgten die Gartenfreunde Dammann, Petersen, Mohr und Hildebrandt. 1976 übernahm der Gartenfreund Johannes Clausen den Posten des Obmannes. Unter seiner Leitung blühte die Kolonie auf. Es herrschte Natur- verbundenheit vor. Eine ganze Parzelle wurde zum Vogelschutzgebiet erklärt, 12 Biotope wurden angelegt und 37 Nistkästen untermauern nur noch, dass in dieser Kolonie unter Johannes Clausen ein wahres Vogelparadies entstand. So wundert es auch nicht, dass sich alle heimischen Meisen- und Spechtarten, Eichkater, Fasane und sogar der Wendehals in dieser Idylle niederließen und auch wohlfühlten.

Aber das kleingärtnerische kam auch nicht zu kurz. In dieser Kolonie ist noch der alte Obstbaumbestand vorhanden. Graswege und hübsche Hecken runden das Bild der Kolonie ab. Man kann sich nichts Schöneres vorstellen, als im Sommer abends im Garten zu sitzen und den Blick auf das Noor genießen. Das ist Erholung pur.

Zwar herrschte in der Kolonie auf Grund der Tatsache, dass viele Soldaten Gärten pachteten, ein ständiges Kommen und Gehen, aber die Anlage war stets vollständig belegt. Der damalige Bürgermeister Kurt Schulz, der immer ein Ohr für die Sorgen der Kleingärtner hatte und immer noch hat, sorgte dafür, dass im Jahre 1987 die Anlage an das Stadtwassernetz angeschlossen wurde. Es war keine einfache Sache, denn die Leitung musste unter der Umgehungs- straße hindurchgeführt werden.

Heute haben alle Parzellen Wasser.

1996 wurde eine Parzelle für Parkplätze freigemacht. Damit ist das Parkplatzproblem auch gelöst. Was die Zeit nicht schaffte, schafften Querelen in der Kolonie. Obwohl der damalige Vorstand mit Johannes Weidemann als Vorsitzenden mit Engelszungen redete, war Johannes Clausen nicht mehr bereit, den Obmannposten weiterhin auszufüllen. Es folgten die Gartenfreunde Köhler und Spieß, aber die Probleme wurden nicht geringer. 2006 gab der Gartenfreund Norbert Spieß nach mehrmaligen Anläufen dann den Posten ganz auf. In der notwendig gewordenen Koppelversammlung wurde der Gartenfreund Klaus-Peter Murswiek zum Obmann gewählt. Im Mai 2016 übernahm Alexandra Kahlstorff kommissarisch die Kolonie und seit Mitte 2017 ist Daniel Hagemann Obmann der Kolonie.

Eine Wahrheit zum Schluss:

 

Die Natur gibt gerne, solange der Mensch nur das nimmt was er braucht.

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